Ob Höhe, Kälte oder Tiefe – extrem muss es sein

Das gefährliche Leben des Illusionskünstlers Hezi Dean

© REUTERS

Hezi Dean erregt Aufmerksamkeit. Sei es, weil er mit bloßer Hand an der Wand hängt oder zwei Tage in einem Eiswürfel verbringt. Der Israeli ist Extrem-Magier und Illusionist. Er schockiert und verblüfft sein Publikum, seien es Erwachsene oder Kinder, auf der ganzen Welt.

Hinter seinen Darbietungen stecken nicht nur harmlose Zaubertricks. Für Aktionen dieser Art sind körperliche und geistige Fähigkeiten gefragt. Nicht selten begibt er sich dabei in Lebensgefahr, was er bei einer seiner Aktivitäten bereits auf dramatische Weise feststellen musste…

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Eh klar: von nicht’s kommt nichts! Der Illusionist hat für seine Aktionen vielerlei Schulungen für Körper und Geist durchlaufen. Die antrainierten Skills helfen ihm etwa, Schmerzen bei der Durchführung seiner Aktionen zu ertragen.

Neben Hezi Dean gibt es natürlich auch andere Magier, die dem Adrenalin verfallen sind. Immer wieder kamen Illusionisten bei ihren Performances ums Leben. Andere hatten mehr Glück und trotzen bis heute der Gefahr: Darunter der “Erfinder und spirituelle Meister” Harry Houdini, der Amerikaner David Blaine oder der Deutsche Steve Waite. Abwechselnd sorgen die Herren immer wieder für Schlagzeilen. Daneben fordern sie sich gegenseitig mit neuen Weltrekordtiteln.

Mit dem Projekt “Hezi Dean is about to die.” brachte Hezi Dean das Geschäft der Extrem-Magie schließlich nach Israel:

Abhängen mal anders

In folgendem Video seht ihr Dean, wie er am 22. März 2015 in großer Höhe, scheinbar nur mit bloßer Hand, an der Wand eines Einkaufszentrums in Tel Aviv hängt.

Die Passanten starrten verwundert und beeindruckt nach oben. Nach fünf Stunden der Darbietung ließ er sich verhüllt wieder runter. Mission accomplished!

“Ich bin sehr glücklich, dass ich jetzt nach Hause fahren kann und nicht zum Arzt muss. Das ist das erste Mal, dass das klappt – glücklich und gesund zurück.”


Lebendig begraben

Im März 2013 ließ Dean sich begraben – eine der herausforderndsten Darstellungen seiner Magie. Dean war in einem Wandschrank eingeschlossen, der in eine Grube mit mehreren Metern Tiefe hinabgelassen und unter Tonnen von Erde begraben wurde. Die Aktion lief nicht wie geplant. Der Boden stürzte über ihm ein. In letzter Minute konnte er gerettet und mit einem Krankenwagen zur Intensivstation gebracht werden.

Hoch, höher, am Höchsten

2011 ließ er sich von einem Kran auf den 27-Meter-hohen Turm am Rabin Square in Tel Aviv heben, um dann 35 Stunden, ehm ja, darauf zu stehen. Essen wollte er dabei nichts. Beendet hat er die Aktion mit einem Sprung auf einen Stapel Pappkartons. Dabei hat er David Blaines Weltrekord gebrochen, der im Jahr 2002 35 Stunden auf einem Turm im Bryant Park in New York verbracht hat.

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Gefangen im Eis

Im Jänner 2010 ließ er sich 64 Stunden lang in einem acht Tonnen-Eiswürfel am Rabin Square in Tel Aviv einschließen. Auf besondere Kleidung legte er keinen Wert: Jeans und ein dünner Pulli sollten für die Aktion genügen.

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Nach annähernd drei Tagen befreiten ihn Helfer mit Kettensägen aus dem Eisblock. Blass und unterkühlt wurde Dean sofort in den bereitstehenden Krankenwagen gebracht. Auch bei dieser Aktion hat er den Weltrekord von David Blaine gebrochen, der einige Jahre zuvor 62 Stunden in einem Eiswürfel am New York Times Square verbrachte. Blaine war nur durch Schläuche für Luft und Wasser und einem Blasenkatheter mit der Außenwelt verbunden.

Eine skurrile Hingabe

Neben diesen und weiteren Stunts auf öffentlichen Plätzen gibt Dean in Israel auch eigene Shows. Anspruchsvolle, geniale und witzige Unterhaltung verspricht er auf seiner Website, die momentan leider nur auf hebräisch zur Verfügung steht.

Er selbst beteuert, man brauche eine Kombination aus Hingabe, Berufung, Weisheit, dem wahren Glauben und dem ein oder anderen Werkzeug, um bei extremen Herausforderungen wie diesen Erfolg zu haben.

Er muss es wohl wissen!