Der Gibling – eine Community Währung

Tausche und bezahle mit Kunst

Der Gibling ist eine regionale Währung, der ein Netzwerk zur Stärkung von Kleinbetrieben, Ich-AGs und freier (Kunst-)Szene zugrunde liegt. Aus einer Idee der Stadtwerkstatt Linz entstanden, wird der Gibling jedes Jahr neu gestaltet und im Community-Umlauf gehalten. UniScreen supported das spannende Projekt und verlost Giblinge im Wert von 3 x € 50,- (siehe unten).

Die letzten paar Jahre haben uns unmissverständlich die Instabilität des Finanz- und Geldsystems und die damit verbundenen Konsequenzen vor Augen geführt. Die global etablierte Geldordnung wird von unterschiedlichen Seiten kritisch hinterfragt und möglichen Alternativen wird ein neues Interesse entgegengebracht. Eine dieser Alternativen stellen unter anderem Regionalwährungen dar. Manche Ökonomen sehen in ihnen eine Chance, lokale Wirtschaftsbeziehungen und die ursprüngliche Funktion des Geldes als Tauschmittel zu stärken.

Regionalwährungen können auch als eine Mischung von Tauschsystem und sozialem Netzwerk betrachtet werden. Historisch entstanden Community-Währungen unter anderem in krisengebeutelten Wirtschaftsräumen, etwa in Argentinien in den 90er Jahren, um die eigenen Mittel in der Region zu behalten. So war das Konzept auch zuletzt im Zusammenhang mit der Griechenland-Krise im Gespräch. Eine Währung, der dieselbe Idee zugrunde liegt, etablierte der KV Stadtwerkstatt in Linz 2012, indem er den Gibling in Umlauf brachte. Zu Beginn, vor allem um Kunst und Szene, aber auch regionale UnternehmerInnen zu fördern.

Der Gibling – die Wortherkunft setzt sich aus dem Adjektiv „geben“ und der alten österreichischen Währung Schilling zusammen – kann auf die Idee des Künstlers Leo Schatzl zurückgeführt werden. Gibling wird mit GIB abgekürzt und steht im Wechselkurs 1:1 zum EURO (1 GIB = 1 €), erhältlich ist das Zahlungsmittel grundsätzlich in 1er, 2er und 5er Scheinen. Im Jahr 2015 waren bereits 16.323 Giblinge im Umlauf. Mit der Währung kann man bei allen zu der Community gehörigen PartnerInnen für Waren und Dienstleistungen bezahlen.

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Giblinge verlieren mit der Zeit ihren Wert, damit sie sicher im Umlauf bleiben.

Zu bestimmten Anlässen (wie Weihnachtsaktionen u.ä.) werden bei dem Wechsel von Euros zu Giblingen sogar großzügige Rabatte gegeben. Um das Potential, Waren und Dienstleistungen im Netzwerk günstiger zu machen, ausschöpfen zu können, kann man Giblinge aber nicht anhäufen. Mit der Zeit verliert jeder Gibling seinen Wert: Ein Jahr nach Ablauf der Gültigkeit sinkt der Wert um 5 % an, nach zwei Jahren um 10 % usw. Genauer erläutert wird das System auf der Homepage von punkaustria.

PartnerInnen (Auszug)

Hier kann man u.a. offiziell mit Giblingen bezahlen:

  • Das Werk (Wien)
  • Subotron (Wien)
  • AU (Wien)
  • market vinyl (Wien)
  • Joanneum Kunsthaus Graz (Graz)
  • Werkstadt Graz (Graz)
  • Ars Electronica Center (Linz)
  • Cafe Strom (Linz)
  • Buchhandlung Alex (Linz)
  • Salonschiff Fraeulein Florentine (Linz)
  • KAPU (Linz)
  • Lentos Museum (Linz)

… eine komplette Liste findet ihr auf punkaustria.at

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Aktuelle Wechselstellen

Wien: Rezeption „esel.at“, Museums Quartier Wien. Mo-Do, 10-18 Uhr

Graz: Barbara Bauer – Graz – Kunst, Sporgasse 20, Mo-Fr: 10-13 Uhr & 14-18 Uhr/ Sa: 10-13 Uhr.

Linz: Café Strom, Kirchengasse 4, Di-Sa nachmittags.

UniScreen verlost 3 x 50 Giblinge (= 50 €)
Edition 2015, gültig bis 15. Juni 2017